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Geschichte zum Nachdenken

Zu der Geschichte der eigenen Nation, haben wir eine ganz andere Beziehung als zur Geschichte anderer Völker. Das kann natürlich dazu führen, die Geschichte nach den eigenen Gesichtspunkten auszulegen, zu beschreiben und zu deuten. Auch bewusste Verfälschungen kommen immer wieder vor, sowohl in der Vergangenheit wie auch in der Gegenwart.
Schon in der Auslegung der zur Verfügung stehenden Quellen gibt es auch erhebliche Unterschiede.

Nur durch den Vergleich und die objektive Beurteilung der verschiedenen nationalen Aufzeichnungen und der Befürworter bzw. Gegner der verschiedenen Auslegungen der Chroniken, bekommen wir ein Bild der in etwa tatsächlichen Ereignisse. Natürlich dürfen wir bei der Beurteilung der Geschichtsquellen nicht vergessen, wie und unter welchen Umständen sie entstanden sind.

Die Chronikschreiber standen fast immer in einer Abhängigkeit zum damaligen Herrscher und mussten schon im eigenen Interesse, die für ihn unerfreulichen, bloßstellenden Ereignisse entweder verschweigen bzw. geschickt entschärfen dafür aber seine Erfolge besonders hervorheben, übertreiben und glorifizieren. Eine große Objektivität ist also auf keinen Fall zu erwarten.

Und was wurde hauptsächlich festgehalten, was prägt die Geschichte der Menschheit beinahe ausschließlich?

Es sind immer, leider bis in die heutige Zeit hinein, nur Kriege, Vertreibungen, Eroberungen, Unterdrückungen, Befreiungen und wiederum Kriege, Vernichtungen, religiöse Verfolgungen, ethnische Säuberungen, Terrorismus, Vergeltungsschläge und fanatische Überheblichkeiten, die den Lauf der Geschichte bestimmt haben und leider weiterhin bestimmen.

Wann sind wir endlich so weit, dass wir ohne Fanatismus, Hass, Rachegelüste, Habgier, Geltungssucht und Überheblichkeit zusammen leben und uns gegenseitig achten können?

Wer bestimmte die Geschichte? Leute wie Du und ich? Garantiert nicht. Es waren immer nur die Herrscher, die für ihre Habgier und ihren Größenwahn Eroberungskriege führten, eigene Väter, Brüder, Söhne und Ehegatten ermordeten, aus Macht- und Geltungssucht ihre Kinder im zarten Alter miteinander verheirateten und durch Blutschande Idioten zur Welt brachten.

Das einfache Volk war entweder versklavt, unterdrückt und grausam ausgebeutet oder zum Sterben für den Ruhm, Macht- und Habgier des Herrschers ins Feld geschickt worden. Und das ebenfalls nicht nur in der Vergangenheit !
Nur mühsam kämpfen wir im Laufe der Geschichte für unsere Unabhängigkeit, befreien uns von der Sklaverei, Leibeigenschaft und Ausbeutung, von dem religiösen Wahn, von der braunen und roten Diktatur.
Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg.

Und dann ?

Dann kommt wieder einer der es schafft unser Hirn auszuschalten, dem wir als Lämmer blindlings nachlaufen. Wir sind dann bereit für neue absurde Ideen, die Freiheit Anderer zu missachten, zu verletzen, sinnlosen Rachegelüsten nachgeben und unsere Freiheit letztendlich an den oder die Ver-Führer wieder zu verlieren.
Hass ruft nur Hass hervor, Gewalt nur wieder Gewalt und bewirkt letztendlich nur Zerstörung!

Bewundern wir daher gemeinsam, in harmonischer Nachbarschaft und gegenseitiger Achtung, ohne Überheblichkeit, all die schönen und großartigen Dinge die uns überliefert wurden, die der Bau-, Mal- und Bildhauerkunst, Musik, Literatur, des Theaters und der Technik - die hauptsächlich in friedlichen Zeiten erschaffen wurden.

Denn das sind die Zivilisation und Kultur der Völker, nicht ihre Schlachten und Kriege.

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