PRAHA
03- Geschichte

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Krok und seine Töchter

(frei nach Alois Jirásek - Alte tschechische Sagen)

Nach dem sich Lech, der Bruder des verstorbenen Urvaters Čech verabschiedet und gegen Osten, über die Oder zieht und dort die menschenleeren, riesigen und fruchtbaren Gebiete besiedelt, übernimmt Fürst Krok die Herrschaft über das tschechische Volk.

Krok herrscht milde, richtet klug und ist mit den Naturgöttern verbunden. Von diesen erbittet er Antworten und Ausblicke in die Zukunft. Und dank seiner hellseherischen Fähigkeit sieht er für den derzeitigen Herrschersitz Budeč keine große Zukunft mehr.

Darauf hin ruft er seine Regenten und Obmänner und gebietet ihnen in Richtung zwischen Mittag- und Morgensonne bis zum Fluss Moldau zu ziehen und suchen, bis sie von den Göttern zum geeigneten Platz geführt werden.

Und es wurde ein würdiger Platz gefunden. Bevor die Moldau gegen Osten eine Schleife bildet und der Fluss unterhalb eines hohen steilen Felsen fließt. Hier oben wird der neue Herrschersitz gebaut, die Burg Vyšehrad - die Höhenburg.

Frieden kehrt wieder zurück und das Land, das reich an Wild und fruchtbar im Übermaß, lässt die Dörfer ständig wachsen und an Zahl zunehmen.

Nach etwas mehr als dreißigjähriger Herrschaft stirbt Krok und hinterlässt drei Töchter.

Fürst

Fürst Krok und seine drei Töchter
Quelle: Wikipedia, Autor: Josef Mathauser (1846-1917)

Kázi, die durch ihre Kenntnis von Kräutern und Gewürzen und deren Heilkräfte sowie durch Beschwörung der Götter und Geister die Leute heilt. Ihre Burg steht am Berg Osek in der Nähe des Flußess Mže und nach ihr Kazin benannt.

Teta, die zweite Tochter lässt die Burg Tetin direkt über dem Fluß Mže [Mdsche] auf einem steilen Felsen bauen. Ehrfürchtig hält sie Messen und lehrt das Volk sich vor den Göttern zu neigen und zu beten.

Libuše (Libussa), ist jedoch die jüngste Tochter, zu der das Volk aufschaut und in Ehrfurcht von ihr erzählt, dass sie die Fähigkeit besizt in die Zukunft zu blicken. Ihre Burg Libušín steht am Wald der sich bis zur Gemeinde Zbečno zieht.

Nach dem Tod des Vaters beraten Regenten und Führer. Die Herrschaft soll im selben Geschlecht bleiben und an Libuše übertragen werden. So geschieht es und Libuše siedelt um auf die Burg Vyšehrad.

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